Projektraum Sense: Mit Zwerg, Riese und Hofnarr Ideen spinnen
Dank dem Projektraum von Migros Kulturprozent können lokale Projekte vernetzt oder ins Rollen gebracht werden. Jan Burckhardt und Julia Dubois von b-werk haben einen solchen Projektraum im Dorf Mittelhäusern organisiert und moderiert. Drei Personen sowie eine Jugendgruppe haben ihre Ideen eingebracht und gemeinsam mit allen Teilnehmenden weiterentwickelt.
Denise ist seit kurzem pensioniert und möchte ihre "Tischete"-Idee im Dorf zum Rollen bringen: Leute, die sie nicht kennt, zu einem Abendessen bei sich zu Hause einladen, den Austausch pflegen, eine schöne Zeit zusammen verbringen. Ihre Frage: Wie erreicht sie die Leute und macht sie "gluschtig"?Susanne beschäftigt die Klimakrise, die in der Nachbarschaft und den Wäldern immer deutlicher sichtbar wird. Ihre Idee: 100 Bäume pflanzen. Wer würde einen Baum finanzieren, wer Land zur Verfügung stellen? Und wächst daraus vielleicht eine grössere Vision?
Susanne beschäftigt die Klimakrise, die in der Nachbarschaft und den Wäldern immer deutlicher sichtbar wird. Ihre Idee: 100 Bäume pflanzen. Wer würde einen Baum finanzieren, wer Land zur Verfügung stellen? Und wächst daraus vielleicht eine grössere Vision?
Menga ist daran, eine Plattform für all die Ideen zu schaffen – das Dorfnetz. Damit will sie die soziale Vernetzung im Dorf stärken. Die Frage: Was könnten die nächsten Schritte sein?
Drei Perspektiven auf jede Idee
Mithilfe einer Kreativmethode haben die Teilnehmenden die drei Ideen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: als Riese, der gross denkt und fragt, was möglich wäre, als Zwerg, der die Details prüft und als Hofnarr, der quer denkt und verrückte Ideen bringt.
So wurden die Ideen unter die Lupe genommen und weitergesponnen. Beim Dorfnetz entstand so ein konkreter nächster Schritt: ein Jahrestreffen für alle Dorfprojekte. Bei der Tischete ging es vor allem darum, wie Leute zum Mitmachen motiviert werden können: Diskutiert wurden persönliche Einladungen, eine Einladungsplattform, aber auch die Hofnarr-Idee eines Maskenballs. Und bei den 100 Bäumen kristallisierten sich mögliche Standorte und Partnerschaften heraus, von der Landwirtschaft über die Politik bis zur Kirche.
Die Jugend redet mit
Die Jugendgruppe hatte ihre eigenen Ideen fürs Dorf: ein Kino im Keller, ein kleiner Snack-Kiosk, ein Chill-Platz im Wald oder der Gemeinschaftsraum zu günstigen Konditionen. Die Erwachsenen hatten zwar ein paar kritische Einwände (Notausgang im Kino-Keller? Noch mehr Süsses?), boten aber genauso spontan ihre Mithilfe und Material an.
In der Schlussdiskussion waren sich alle einig: Die Ideen sollen weitergetragen werden. Die Jugendlichen möchten ihr Kino am liebsten sofort einrichten. Und die Erwachsenen vernetzen sich und bieten sich gegenseitige Unterstützung an.
Wir sind gespannt, was in Mittelhäusern als Nächstes entsteht!
Lust auf Ideen spinnen in eurer Nachbarschaft? Meldet euch kontakt@b-werk-bildung.ch oder direkt beim Projektraum.
Projektraum Sense in Mittelhäusern